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Das Dutzend ist voll - 12. ZFS Münster-City-RUN

Blauer Himmer und 23 Grad Celsius bildeten einen wunderbaren Rahmen für die 12. Auflage des ZFS Münster-City-RUN am 8. Juli. Mit Rücksicht auf die Fußballweltmeisterschaft in Russland hatten die Verantwortlichen sich im Vorfeld entschieden, vom angestammten Termin am ersten Sonntag im Juli abzuweichen. Mit Blick auf die Temperaturen war das sicher ein kluger Schachzug, denn am Vorsonntag herrschte große Hitze. Planbar ist das Wetter aber nicht, einfach nur Glückssache.

Die Vorbereitung und der Ablauf der Veranstaltung liefen bestens. Das nahm auch der Titelsponsor, das Zentrum für Sportmedizin in Münster, kurz ZfS, wahr. Von ZfS kam ein besonderes Lob: „Alle Läuferinnen und Läufer haben sich super aufgehoben gefühlt und neben dem tollen Wetter hat auch die Orga und Durchführung nichts zu wünschen übrig gelassen. Wir sind sehr dankbar, dass wir Hauptsponsor sein dürfen!“ Das Lob kann der ausrichtende Verein nur zurückgeben. Wir sind glücklich, einen solchen Sponsor zu haben, der den ZFS Münster-City-RUN kreativ unterstützt und die Zusammenarbeit von hohem Vertrauen gekennzeichnet ist.

Traditionell beginnt die Veranstaltung mit den Schülerläufen über 1,2 Kilometern. Da die Anmeldezahlen unter denen der Vorjahre lagen, entschieden sich die Verantwortlichen für einen gemeinsamen Start. Über die Gründe für die Starterzahlen lässt sich nur spekulieren. Eine große Gruppe stellte in den zurückliegenden Jahren jeweils die Realschule im Kreuzviertel, was diesmal leider nicht der Fall war.
Bei dem Rennen der Schüler war Sören Buffi von der LG Brillux Münster nicht zu gefährden, nachdem er im Vorjahr den dritten Platz belegt hatte. 3:39 Minuten benötigte er für die 1.200 Meter. 7 Sekunden später folgte Silas Zahlten vor Jannick Martensson.

Der Lauf der Schülerinnen entwickelte sich zu einem spannenden Zweikampf zwischen Jil-Marie Flieger und Maria Ibrahim, bei LG Brillux Münster. Beide überquerten nach 4:08 Minuten zeitgleich die Ziellinie. Das Wettkampfgericht sah einen minimalen, im Zehntelbereich liegenden Vorteil für Flieger, die damit zur Siegerin erklärt wurde und ihren Vorjahressieg wiederholen konnte. Dritte wurde Magdalena Dahme vom TuS Germania Horstmar.
Yannick Rinne, vom ausrichtenden Verein, wurde mit Blick auf das Teilnehmerfeld vor dem Start die Favoritenrolle zugedacht. Das schien sich auch so einzustellen, denn nach der ersten von fünf Runden der 10-km-Distanz lief er mit dem späteren Sieger, Stefan Stroick (34:02) von Wasser+Freizeit Münster, Seite an Seite. Bereits nach der zweiten Runde führte Stroick dann allein im Abstand vor Rinne und seinem Vereinskameraden, Marvin Röthemeyer. Daran änderte sich bis zur letzten Runde nichts. Hier konnte Röthemeyer (34:16) noch an Rinne vorbeigehen. Im Ziel gab’s dann auch die Erklärung für Yannick Rinnes (34:28) Lauf. Er war geschwächt von einer gerade erst überstandenen Grippe an den Start gegangen.

Wer anders als Christl Dörschel von der SG Wenden sollte in diesem Jahr das Frauenrennen gewinnen. Dörschel lieferte in diesem Jahr reihenweise gute Zeiten ab und kam mit der Empfehlung des gewonnenen Titels der Senioren-Europameisterin in der W40 über 10 km nach Münster. Zudem hatte sie sich eine Woche zuvor die Deutsche Vizemeisterschaft in der W40 über 5.000 m gesichert. Meriten genug für die Favoritenrolle. In der ersten Runde versuchte ihr Vanessa Wilson (Glenhuntly AC) Paroli zu bieten. Wie Christl nach dem Rennen berichtete überzog sie ein wenig das Tempo zu Beginn, konnte sich dann aber fangen. Wilson fiel am Ende auf den 6. Platz zurück, während Dörschel in 37:18 Minuten deutlich gewann. Um den zweiten Platz gab es eine intensive Auseinandersetzung zwischen Julia Kümpers von der Aachener TG und Annika Fels von der LG Coesfeld. Lange liefen sie nebeneinander. In der vierten Runde konnte sich dann Julia von Annika absetzen und die Ziellinie nach 37:38 Minuten überqueren. Die Coesfelderin finishte schließlich nach 38:14 Minuten.

Die Zeitnehmer waren mit der Auswertung ebenfalls sehr flott unterwegs und so begannen die Siegerehrungen auf der Hauptbühne früher als angedacht.